| Deutschland - Deutsch |
|
|
|
![]() |
Verwalten von Superdome-Komplexen: Leitfaden für HP-UX Systemverwalter: HP 9000 Rechner > Kapitel 4 Konfigurieren
und Verwalten von Superdome-PartitionenPartition Manager — Einführung |
|
Der Partition Manager bietet eine grafische Benutzerschnittstelle zur Konfiguration von Partitionen (und anderen Ressourcen) in Ihrem Superdome-Komplex. Nach dem Vorbild eines üblichen PC-basierten Durchsuchungswerkzeugs entwickelt, ist der Partition Manager (auch als parmgr bezeichnet) leicht zu erlernen und zu verwenden.
Es gibt eine Vielzahl von Werkzeugen, die zum Konfigurieren der Partitionen in einem Superdome-Komplex verwendet werden können. Jedes hat gewisse Vorteile gegenüber den anderen. Welches Werkzeug am sinnvollsten einzusetzen ist, hängt davon ab, wie vertraut Sie mit dem Werkzeug sind und welche Aufgabe Sie damit durchführen wollen. Der Partition Manager bietet die folgenden Vorteile gegenüber den anderen Werkzeugen:
Obwohl der Partition Manager zum Konfigurieren aller Partitionen in einem Superdome-Komplex (mit Ausnahme der Genesis-Partition) verwendet werden kann, muss er in einer vorhandenen Partition (oder über eine vorhandene Partition) in dem Komplex ausgeführt werden, den Sie konfigurieren.
Sie können den Partition Manager direkt von einer HP-UX Befehlszeile ausführen. Sein Pfad lautet: /opt/parmgr/bin/parmgr
Vom SAM: Wenn Sie den SAM ausführen, ist der Partition Manager auf der primären Ebene der SAM-Schnittstelle verfügbar. In einer HP-UX Umgebung wird der Partition Manager bevorzugt von der HP-UX Befehlszeile ausgeführt (siehe vorherigen Abschnitt). Es ist auch möglich, den Partition Manager von einem Web-Browser auszuführen, wenn Sie auf einem Microsoft Windows-PC arbeiten. Zur Verwendung dieser Funktion muss ein Web-Server auf der Partition, auf der der Partition Manager ausgeführt werden soll, installiert und konfiguriert sein. Der Apache-Web-Server wird automatisch installiert und konfiguriert, wenn das Paket ObAM Runtime Environment (das der Partition Manager benötigt) installiert wird. Dies ist derzeit der einzige Web-Server, der von ObAM Runtime Environment unterstützt wird. Obwohl der Web-Server bereits installiert ist, muss er vor seiner Verwendung aktiviert werden. Weitere Informationen finden Sie unter „Konfigurieren des Web-Servers“. Aufgrund der Abhängigkeiten von der Java Runtime Environment und vom Java Plug-in wird die Ausführung des Partition Manager von einem Web-Browser derzeit nur in den folgenden Client-Umgebungen unterstützt: Tabelle 4-6 Unterstützte Client-Umgebungen
Sowohl Java Plug-in als auch Java Runtime Environment sind im Paket ObAM Runtime Environment enthalten. Bei der ersten Aktivierung des Web-Servers geben Sie in Ihrem Browser den folgenden URL ein, um Anweisungen zum Installieren und Konfigurieren von Java Plug-in und Java Runtime Environment anzuzeigen: http://host-name:1188/jpi/pc-compatible-only.html Dabei ist host-name der Netzwerk-Host-Name der Partition, die den Partition Manager ausführt. Standardmäßig können nur Systeme aus derselben Netzwerkdomäne auf einen auf einer Partition aktiven Web-Server zugreifen. Informationen zur Änderung dieser Einstellung finden Sie unter „Konfigurieren des Web-Servers“. Sobald Java Plug-in und Java Runtime Environment korrekt installiert sind, kann der Partition Manager gestartet werden, indem der folgende URL in den unterstützten Web-Browser eingegeben wird: http://host-name:1188/parmgr Dabei ist host-name der Netzwerk-Host-Name der Partition, die den Partition Manager ausführt. Eine Willkommensseite mit den folgenden Links wird angezeigt:
Durch Klicken auf Run Partition Manager wird die Startseite des Partition Manager in einem neuen Browser-Fenster angezeigt.
Bevor der Partition Manager gestartet wird, erscheint ein Anmeldedialog, in dem Sie nach einem Benutzernamen und einem Kennwort gefragt werden. Nur der Superuser darf den Partition Manager ausführen. Sobald der Benutzer autorisiert ist, wird der Partition Manager in einem Fenster außerhalb des Browsers gestartet. Weitere Dialoge für die vom Partition Manager ausgeführten Aufgaben werden in neuen Fenstern angezeigt (genau so, als würden Sie das Programm lokal ausführen). Wenn Sie Online-Hilfe anfordern, wird ein weiteres Browser-Fenster (mit vollständiger Browser-Navigation) für die Anzeige des Hilfethemas aktiviert. Wenn Sie mit dem Partition Manager fertig sind, müssen Sie die Startseite nach dem Beenden des Partition Manager schließen. Der Apache-Web-Server wird automatisch installiert und konfiguriert, wenn das Paket ObAM Runtime Environment (das der Partition Manager benötigt) installiert wird. Apache ist derzeit der einzige Web-Server, der von der ObAM Runtime Environment unterstützt wird. Dieser Server kann für das Hosting aller ObAM-basierten Anwendungen verwendet werden. Standardmäßig können nur Systeme aus derselben Netzwerkdomäne vom Web-Server aus auf den Partition Manager zugreifen. Wenn z. B. der Server auf einer Partition aktiv ist, deren Netzwerkadresse server.site1.ourco.com lautet, können nur Systeme in der Domäne site1.ourco.com den Partition Manager auf diesem Server starten. Dieser Zugriff wird durch die Datei /usr/obam/server/conf/httpd.conf gesteuert. Die Datei enthält zwei Einträge in der Form:
Wenn der Partition Manager bei einer Kaltinstallation von HP-UX installiert wurde, enthalten diese Felder die Zeichenfolge insert_domain_here, da die Netzwerkdomäne bei der Ausführung des Konfigurationsskripts noch nicht verfügbar war. Bearbeiten Sie in diesem Fall die Datei und ersetzen Sie diese Zeichenfolgen durch den tatsächlichen Domänennamen (z. B.: site1.ourco.com). Wenn Sie dies nicht tun, ist kein Benutzer berechtigt, über das WWW auf den Partition Manager zuzugreifen. Weitere Änderungen können an diesen Feldern vorgenommen werden, um weiteren Systemen und Domänen Zugriff auf den Server zu erteilen. Obwohl der Web-Server bereits installiert ist, muss er vor seiner Verwendung aktiviert werden. Führen Sie als Superuser den folgenden HP-UX Befehl aus, um den Web-Server zu aktivieren: /usr/obam/server/bin/apachectl start Wenn Sie die Konfigurationsdatei ändern, nachdem der Web-Server bereits gestartet wurde, müssen Sie diesen mit dem folgenden HP-UX Befehl erneut starten, damit die neue Konfiguration erkannt wird: /usr/obam/server/bin/apachectl restart
Da mehrere Komponenten am Web-Browser-Zugriff auf den Partition Manager beteiligt sind, können verschiedene Probleme auftreten:
Superdome-Rechner und der Partition Manager sind rund um eine Objekthierarchie konzipiert. Die Wurzel dieser Hierarchie ist der Komplex. Sie enthält Objekte (die physikalische und logische Einheiten darstellen) auf verschiedenen Ebenen unter dem Komplex: dies sind Partitionen, Zellen, E/A-Chassis, PCI-E/A-Karten, Prozessoren und Speichermodule. Die Hierarchie ist in Abbildung 4-3, „Objekthierarchie des Partition Manager“ dargestellt. Mit dem Partition Manager können Sie einen Superdome-Komplex in unterschiedlichen Detailebenen anzeigen. In allen Ebenen ist das Hauptfenster in zwei Teilfenster unterteilt:
Zusätzlich zu diesen beiden Anzeigebereichen gibt es weitere Anzeigeelemente für alle Ebenen des Partition Manager:
Wenn der Partition Manager ohne Parameter (oder von einem Web-Browser aus) gestartet wird, zeigt er anfangs den Status eines Superdome-Rechners auf Komplexebene an. Linke und rechte Seite des Fensters zeigen eine Liste der Partitionen an, die derzeit im Komplex definiert sind, sowie eine spezielle „Partition“ namens Available Resources (Verfügbare Ressourcen), die die Ressourcen im Komplex enthält, die nicht zu einer anderen Partition gehören. Komplexdetails. Zusätzlich zur Liste der im Komplex definierten Partitionen sind sehr viele ausführliche Informationen zu den Ressourcen des Komplexes verfügbar. Um diese Informationen anzuzeigen, verwenden Sie das Kontextmenü oder das Drop-Down-Menü Complex in der Menüleiste, um Show Complex Details... auszuwählen. Dadurch wird ein neues Fenster mit sechs Informationsfeldern zu den verschiedenen Elementen des Komplexes geöffnet.
Klicken Sie auf die einzelnen Registerkarten, um sich mit den in den einzelnen Bereichen verfügbaren Informationen vertraut zu machen. Das Hilfesystem des Partition Manager beschreibt ausführlich, welche Elemente in den einzelnen Registerkarten verfügbar sind. Wenn Sie Informationen zu den Ressourcen einer bestimmten Partition wünschen, wählen Sie zuerst die Partition aus, indem Sie auf den entsprechenden Namen in der Objektliste links im Fenster klicken. Die rechte Seite des Fensters wird aktualisiert, um die Übersicht der Ressourcen für die ausgewählte Partition anzuzeigen. Partitionsdetails. Standardmäßig listet der Partition Manager auf, welche Zellen und E/A-Chassis Teil der ausgewählten Partition sind. Zusätzlich zu dieser Liste sind viele ausführliche Informationen zu den Ressourcen für die ausgewählte Partition verfügbar. Um diese Informationen anzuzeigen, verwenden Sie das Kontextmenü oder das Drop-Down-Menü „Partition“ in der Menüleiste, um „Show Partition Details... “ auszuwählen. Dadurch wird ein neues Fenster mit vier Registerkarten mit Informationen zu den verschiedenen Elementen des Komplexes geöffnet.
Partitionen sind logische Sammlungen von Zellenplatinen. Zellenplatinen enthalten (unter anderem) die Prozessoren und die Speichermodule des Komplexes. Mit dem Partition Manager können Sie Zellenplatinen abfragen, um zu ermitteln, wie viele Prozessoren und wie viel Speicher sie enthalten und welchen Status diese haben. Zellendetails. Im Gegensatz zu den höheren Ebenen der Objekthierarchie gibt es für Zellen keine Zusammenfassungsebene. Wenn Sie auf den Namen einer Partition in der Objektliste links im Hauptfenster des Partition Manager klicken (um die Liste von Zellen und Chassis aufzulisten, aus denen diese Partition besteht) und dann in der rechten Fensterhälfte auf den Eintrag für die Zelle doppelklicken, über die Sie mehr erfahren wollen, wird das Fenster Cell Details geöffnet. Das Fenster Cell Details hat zwei Informationsregisterkarten.
Mindestens eine der Zellenplatinen in jeder Partition muss mit einem E/A-Chassis verbunden sein (es können auch mehrere sein). Das E/A-Chassis enthält die E/A-Karten, mit denen Geräte wie Netzwerkkarten und Plattenlaufwerke mit dem Komplex verbunden werden. Mindestens eines der E/A-Chassis für eine Partition muss eine integrierte E/A-Karte enthalten, die es Geräten in diesem Chassis erlaubt, das System zu starten. E/A-Details. Nach der Auswahl einer Partition aus der Objektliste links im Hauptfenster des Partition Manager öffnen Sie durch einfaches Klicken den Eintrag für das E/A-Chassis (rechts im Fenster), das Sie abfragen wollen. Wählen Sie dann Show I/O Details... im Menü I/O, um das Fenster I/O Details mit Informationen zum ausgewählten E/A-Chassis zu öffnen.
Das Fenster I/O Details hat drei Informationsregisterkarten:
Die Einträge im Fenster I/O Details können gefiltert werden, so dass nur eine Untermenge der verfügbaren Informationen angezeigt wird. Dadurch können Sie sich auf bestimmte Karten oder Einträge konzentrieren. Details zu den Anzeigen der oben beschriebenen Fenster und der Filterung der Ausgabe finden Sie im Hilfesystem des Partition Manager. Der Partition Manager verfügt über mehrere Assistenten, die Sie durch Vorgänge mit vielen Schritten führen (z. B. für das Erstellen einer neuen Partition). Diese verhalten sich ähnlich wie viele Setup-Routinen für PC-Software. Einige dieser Assistenten können direkt durch Angabe der entsprechenden Parameter beim Starten des Partition Manager von einer HP-UX Befehlszeile aus aufgerufen werden. Ausführliche Informationen zu diesen Parametern finden Sie auf der Hilfeseite parmgr(1M). |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||