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Verwalten von Superdome-Komplexen: Leitfaden für HP-UX Systemverwalter: HP 9000 Rechner > Kapitel 4 Konfigurieren
und Verwalten von Superdome-PartitionenÜbersicht über die Konzepte bezüglich Superdome-Partitionen |
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Die folgenden Konzepte und Punkte zur Konfiguration von Partitionen werden in diesem Abschnitt eingeführt: Ausführlichere Informationen zu allgemeinen Superdome-Komplex-Arbeiten und -Funktionen finden Sie in Kapitel 3. Lokale und ferne PartitionenWenn Sie sich beim HP-UX anmelden, das auf einer Partition ausgeführt wird, oder wenn Sie auf die Konsole einer Partition zugreifen, wird die Partition, auf die Sie zugreifen, als lokale Partition betrachtet. Alle anderen Partitionen im Komplex gelten als ferne Partitionen, deren Ressourcen Sie derzeit nicht nutzen. Sie können die lokale Partition, solange sie gestartet ist, verwalten und neu konfigurieren. Für einige Änderungen, z. B. das Hinzufügen oder Entfernen von Zellen, müssen Sie einen Neustart zur Neukonfiguration durchführen. In den meisten Fällen können Sie auch alle anderen Partitionen im Komplex (die fernen Partitionen) von Ihrer lokalen Partition aus verwalten. Wenn Sie jedoch bestimmte Arbeiten an fernen Partitionen ausführen, z. B. Zellen hinzufügen oder entfernen, muss die ferne Partition inaktiv (in Konfigurationsbereitschaft) sein. Sie können mit dem Befehl parstatus -w die Partitionsnummer für die lokale Partition anzeigen.
Aktive und inaktive PartitionenJede Partition kann je nach Startstatus aktiv oder inaktiv sein. Bei einer aktiven Partition ist der Systemstart nicht blockiert. Sie kann auf die Schnittstelle des Boot Console Handler (BCH) gestartet werden und HP-UX laden und ausführen. Eine inaktive Partition ist in Konfigurationsbereitschaft. Deshalb ist für alle Zellen in der Partition der Systemstart auf der Zellen-Firmware-Stufe der Systemstart blockiert. Beim Verwalten und Konfigurieren können Sie alle Funktionen der lokalen Partition neu konfigurieren. Sie können auch alle Funktionen inaktiver ferner Partitionen neu konfigurieren. Sie können viele Partitionsattribute für aktive ferne Partitionen ändern, jedoch keine Zellen zu aktiven fernen Partitionen hinzufügen oder davon entfernen. Mit dem HP-UX Befehl parstatus -P können Sie alle Partitionen und ihren Startstatus (aktiv oder inaktiv) auflisten.
Um eine Partition inaktiv zu machen, setzen Sie sie in Konfigurationsbereitschaft. Dies erreichen Sie mit dem Befehl RECONFIGRESET der BCH-Schnittstelle, mit dem Befehl “RR” des GSP-Befehlsmenüs oder mit einem der folgenden HP-UX Befehle: shutdown -R -H oder reboot -R -H. Wenn Sie den Befehl “RR” des GSP-Befehlsmenüs verwenden, sollten Sie sich vergewissern, dass auf der Partition nicht HP-UX aktiv ist. Fahren Sie zuerst HP-UX herunter, bevor Sie den Befehl “RR” absetzen. Ausführliche Informationen zum Starten und Zurücksetzen von Partitionen finden Sie in Kapitel 5, „Starten und Zurücksetzen von Superdome-Partitionen“. ZellentypenFür HP-UX Version 11i auf Superdome-Servern sind alle Zellen in einer Partition Basiszellen, die nur zu der Partition gehören, der sie zugeordnet wurden. (Künftige Versionen unterstützen möglicherweise weitere Zellentypen.) Beim Erstellen von Partitionen und beim Zuordnen von Zellen zu Partitionen mit Hilfsprogrammen von HP-UX 11i müssen Sie angeben, dass die Zellen Basiszellen sind. Eine der Zellen in jeder Partition muss als aktive Kernzelle dienen. Die Kernzelle ist eine Zelle, die mit einem E/A-Chassis verbunden ist, auf dem im PCI-Kartensteckplatz 0 eine integrierte E/A-Karte installiert ist. Diese Kernzelle dient als Monarchzelle, die bis zum Start von HP-UX die Partition steuert. Die integrierte E/A-Karte der Kernzelle wird verwendet und ein Prozessor auf der Kernzelle führt den BCH-Code aus, während alle anderen Prozessoren inaktiv sind, bis HP-UX gestartet ist. Sie können zwar mehrere Zellen mit E/A-Chassis und integrierten E/A-Karten in derselben Partition haben. Es ist jedoch nur eine integrierte E/A-Karte aktiv (die, die zur Kernzelle gehört). Sie können auch eine oder mehrere mögliche Kernzellen definieren. Dies sind Zellen, für die Sie definiert haben, dass sie als Kernzelle verwendet werden können. Wenn Ihre erste Wahl für die Kernzelle nicht startet oder auf andere Weise nicht als Kernzelle fungieren kann, versucht die Partition, die zweite Wahl für die Kernzelle zu verwenden. Sie können bis zu vier mögliche Kernzellen angeben. Wenn Sie keine möglichen Kernzellen angeben, wird die Zelle mit der niedrigsten Nummer der in Frage kommenden Zellen in der Partition (d. h. die Zelle mit der niedrigsten Nummer, die an ein Chassis mit einer integrierten E/A-Karte angeschlossen ist) als Kernzelle verwendet. Diese Zelle wird auch verwendet, wenn alle möglichen Kernzellen nicht als aktive Kernzelle in Frage kommen. Wenn Sie ausführliche Informationen zu allen Zellen in einem Superdome-Komplex mit ihren aktuellen Partitionszuordnungen, ihrer aktuellen Nutzung und den zugehörigen E/A-Details anzeigen wollen, können Sie den HP-UX Befehl parstatus -C absetzen.
Genesis-PartitionDie Genesis-Partition ist die erste, aus einer Zelle bestehende Partition, die Sie auf einem HP Superdome-Komplex erstellen. Sie verwenden diese Genesis-Partition als Ausgangspunkt, ab dem Sie die Konfiguration und Verwaltung aller Partitionen im Komplex beginnen. Sie hat immer die Partitionsnummer 0. Die Genesis-Partition besteht aus einer Zelle, die mit einem E/A-Chassis verbunden ist. Das E/A-Chassis muss eine integrierte E/A-Karte in Steckplatz 0 und eine boot-fähige Platte (sowie die zugehörige PCI-Karte) installiert haben. Wenn HP-UX nicht auf der/den Platte(n) der Genesis-Partition installiert ist, können Sie die Genesis-Partition auf das BCH-Menü starten und ab diesem Punkt HP-UX installieren. Diese Installation setzt Zugriff auf einen HP-UX Installations-Server oder ein DVD-ROM-Laufwerk (mit der zugehörigen PCI-Karte), das an das E/A-Chassis angeschlossen ist, voraus. Nachdem Sie HP-UX auf der Genesis-Partition gestartet haben, können Sie der Partition weitere Zellen hinzufügen. Sie können von der Genesis-Partition oder jeder anderen Partition unter HP-UX auch andere, neue Partitionen erstellen und sie ändern. Sobald Sie weitere Partitionen erstellt haben, müssen Sie nicht notwendigerweise die Genesis-Partition verwenden, um Ihre Partitionsverwaltung und -konfiguration durchzuführen. Die Genesis-Partition hat, außer dass sie die erste (und anfangs einzige) Partition ist, keine speziellen Eigenschaften, die für andere Partitionen nicht verfügbar wären. PartitionsnummernJede Partition hat ihre eigene eindeutige Partitionsnummer, anhand derer die Partitionsbefehle und -programme sie erkennen. Wenn Sie eine Partition erstellen, weist der Guardian Service Processor (GSP) der Partition die niedrigste verfügbare Nummer zu. Die Genesis-Partition hat z. B. immer die Partitionsnummer 0, da sie die erste erstellte Partition ist. Die zweite Partition erhält die Partitionsnummer 1. Nachdem Sie eine Partition entfernt haben, hebt der GSP die Zuweisung der Partitionsnummer wieder auf, so dass der GSP sie beim Erstellen einer neuen Partition wieder zuweisen kann. Wenn Sie z. B. Partitionsnummer 2 entfernen, kann der GSP die Partitionsnummer 2 wieder zuweisen, wenn er eine neue Partition erstellt, sofern alle niedrigeren Nummern (Partitionsnummern 0 und 1) bereits zugewiesen sind. KomplexprofileWenn Sie Partitionen (um)konfigurieren und Partitionseinstellungen ändern, manipulieren Sie über die Hilfsprogramme das Komplexprofil des Superdome-Servers. Der Guardian Service Processor (GSP) verwaltet das Komplexprofil in unterschiedlichen Teilen. Jeder Teil des Komplexprofils definiert Attribute, die bestimmen, wie die Hardware-Ressourcen des Komplexes verfügbar gemacht und verwendet werden. Zum Ändern der Konfigurationsinformationen im Komplexprofil können Sie das GSP-Befehlsmenü, die BCH-Schnittstelle der Partition oder die HP-UX Partitionsbefehle und den Partition Manager verwenden. Jedes Komplexprofil speichert die folgenden Daten für den Komplex:
Der Guardian Service Processor (GSP) verwaltet alle Komplexprofildaten und sorgt für die Kohärenz aller Kopien. |
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